Zusammenfassung

  • Jod ist eines der wichtigsten Mineralstoffe für den gesamten Körper
  • Es wirkt sich nicht nur positiv auf den Stoffwechsel aus, sondern kann auch positiv bei verschiedenen Erkrankungen helfen
  • Jod kommt in verschiedenen Nahrungsmitteln vor und kann in seiner Wirkung optimiert werden
  • Besonders bei Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit, und Brustkrebs wird die Supplementierung mit Jod empfohlen

Details

Zitat der WHO:
„Jodmangel ist weltweit der häufigste Grund
– obwohl er einfach zu verhindern wäre
– für Hirnschädigungen.“

Was ist Jod?
Jod ist ein Spurenelement, das leider immer noch total unterschätzt wird. Für uns ist es essenziell, wir müssen es also mit der Nahrung zuführen, da wir es selbst nicht herstellen können. Ohne Jod funktionieren wird nicht und jede einzelne unser 70 Billionen Körperzellen benötigt Jod.

Jod-Situation in Deutschland
Deutschland ist ein Jodmangelland. 2002 fand man mit der Papillon-Studie bei über 96.000 Probanden in Deutschland Folgendes heraus:
-> 1/3 der Erwachsenen hatten krankhafte Veränderungen an der Schilddrüse (Knoten und/oder Vergrößerungen)
-> 1/4 der Erwachsenen hatten Knoten in der Schilddrüse
-> 1/2 der Ü45 waren schilddrüsenkrank. Männer und Frauen waren gleichermaßen betroffen.
Die Nationale Verzehrsstudie II fand 2005-2007 bei über 20.000 Probanden heraus, dass ohne die Nutzung von Jodsalz 96%-97% unterhalb der täglich empfohlenen Tagesdosis für Jod liegen.

Empfohlene Tagesdosis
Die DGE empfiehlt als Tagesbedarf für Jod 200 mcg. Hierbei ist sehr wichtig zu wissen, dass diese Menge darauf ausgerichtet ist, den Kropf zu verhindern und das Mindestmaß an Jod für die Schilddrüse bereitzustellen. Dass aber die Schilddrüse nur ca. 30% der gesamten Jodzufuhr benötigt, wird außer Acht gelassen. Dass jeder 2. bis jeder 3. in Deutschland schon die Mindestanforderung der Schilddrüse nicht erreicht bedeutet, dass der restliche Körper erst recht nicht versorgt ist. Die 200 mcg sind entsprechend viel zu niedrig angesetzt (zum Vergleich, Japaner essen ca. 100x so viel Jod auf wie wir. Schilddrüsenerkrankungen sind dort kaum vorhanden). Die National Academy of Medicine hat eine Einnahmemenge von täglich 1100 mcg festgelegt. Weit entfernt von den 200 mcg der DGE. Für Schwangere steigt der Bedarf um ca. 50%.

Wofür und welches Jod?
Genau genommen brauchen unterschiedliche Mengen und auch unterschiedliche Formen von Jod.
Jodid: Für Haut, Gehirn, Schilddrüse und Ovarien.
Jod: Für Brust, Prostata, Magen-Darm.

Welche körperlichen Funktionen kann Jod unterstützen?
Jod trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.
Jod trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Jod trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Jod trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.

Vorteile von Jod:
Schutz vor freien Radikalen
Synthese von Geschlechtshormonen
Synthese von Schilddrüsenhormonen
Synthese von Neurotransmittern/Stresshormonen
Hirnreifung des Fötus und des Neugeborenen
Entgiftung von toxischen Schwermetallen und Halogenen
Immunstimulation
Keimabwehr (Viren, Bakterien, Parasiten)
Regulation von Zellwachstum und Zellteilung
Tumorabwehr durch Einleitung der Apoptose (natürlicher Zelltod) Schilddrüse, Brust, Eierstock, Gebärmutter
Antioxidativ

Optimale Jodspiegel können bei folgenden Erkrankungen helfen:
Schilddrüsenkrebs
Speichelsteine
Hashimoto-Thyreoiditis
Infektanfälligkeit
Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
Nebennierenschwäche
IQ Verlust
Konzentrationsstörungen
ADHS
Autismus
Arteriosklerose
Migräne
Kopfschmerzen
Keloide Narben
Prostatavergrößerung
Fibrozystische Mastopathie
Brustkrebs
Gebärmuttererkrankungen
Eierstockzysten
Eierstockkrebs
Magen-Darm-Störungen
Wechseljahresbeschwerden
Unfruchtbarkeit
Bluthochdruck
Frühgeburt
Fehlgeburt
Plötzlicher Kindstod

Wie optimiere ich die Jod-Wirkung?
Damit Jod im Körper seine Wirkung richtig entfalten kann, benötigt es Cofaktoren. Diese sind:
Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren im guten Verhältnis (1:1 bis 1:6 bspw.)
Selen (Mehr Jodaufnahme braucht auch mehr Selen)
Eisen (Mehr Jodaufnahme braucht auch mehr Eisen)
Vitamin C
Vitamin A
Vitamin D
Gute Mitochondrienfunktion (ATP)
Riboflavin
Niacin
Magnesium
Zink
Q10

Was hemmt die Jodaufnahme?
Gemüsesorten wie bspw. Kohlsorten, Kresse, Zwiebeln und Süßkartoffeln, oder auch Leisamen. Außerdem viele Medikamente mit Bromid (Beruhigungsmittel, Schmerzmittel, Antihistaminika, Schlafmittel, Narkosemittel), Flourid, Rauchen, viel schwitzen (Sauna und intensiver Sport), Östrogendominanz.

Wie wird Jod aufgenommen?
Jod kann über verschiedene Wege aufgenommen werden: Über die Haut, den Mund, den Magen-Darm-Trakt oder Einatmen.

Wo ist viel Jod enthalten?
Jodsalz, Karotten, Brokkoli, Spinat, Pilze, manche Milchprodukte, Fleisch. Die wirklich potenten Jodlieferanten sind: Kabeljau, Scholle, Krabben, Seelachs, Shrimps, Hummer, Jakobsmuscheln, Meeresalgen, Miesmuscheln, Wildlachs, Schellfisch, Kabeljau, Heilbutt, Thunfisch, Makrele, Hering, Tintenfisch.
Kurz gesagt: Meeresfische und Meeresalgen.
Jodsalz reicht meistens nicht aus.

Veganer und Vegetarier
Die Aufnahme von Jod ist unter anderem auch von Vitamin A, Eisen und Omega 3 abhängig. In Kombination mit der allgemeinen Mangelsituation und damit, dass fettige Seefische eine sehr Ergiebige Quelle für Jod sind, ergibt sich für viele Veganer und Vegetarier auch beim Jod ein Problem und häufiger Mangelzustand.

Natürlich vs. „künstlich“
Die Aussage, dass nur „natürliches“ Jod, aber kein künstliches, aufgenommen werden kann, stimmt so nicht. Jod ist ein Element und weder künstlich noch natürlich. In freier Form (Jod) tritt es nahezu nie auf, eher immer als Jodid oder Jodat.

Schilddrüsenunterfunktion
Wenn eine Unterfunktion nicht durch genetische, operative oder andere Gründe entsteht, ist der Jodmangel der mit Abstand häufigste Grund. Das ist darin begründet, dass die Schilddrüsenhormone T3 und T4 jeweils aus Jod bestehen. Existiert zu wenig, gibt es zu wenige Hormone. Gleichzeitig sollte hier insbesondere auch der Stand bei Vitamin D und Selen kontrolliert werden, damit sowohl genug Jod verwertet werden kann, als auch das T4 gut in das wichtigste Schilddrüsenhormon T3 umgewandelt werden kann. Entsprechend sollte nicht immer nur mit Hormonen gearbeitet werden, sondern and er Wurzel: Jod und seinen Cofakroten.

Hashimoto
Auch bei Hashimoto ist das Thema Jod wichtig. Leider wird teilweise häufig gewarnt, denn viele Ärzte denken noch, Jod wäre bei Hashimoto schädlich. Aber auch mit Hasahimoto ist der Bedarf an Jod im Körper genauso hoch. Denn der gesamte Organismus benötigt Jod – nicht nur die Schilddrüse. Da aber dadurch häufig Jod gemieden wird, verlernt die Schilddrüse aus Jod und Tyrosin T4 zu bauen. Nun dürfen wir den Körper nicht mit Jod überschütten. Zuerst muss daher der Vitamin D Spiegel und der Selenwert  auf gute Level gebracht werden, damit Jod besser vertragen wird. Dann sollte Jod eingeschlichen werden. Das sollte immer unter Absprache eines Arztes passieren. Wichtig: Wer bei Hashimoto auf Jod reagiert (Zittern, Brennen/Druck der Schilddrüse), hat diese Reaktion nicht, weil er/sie kein Jod verträgt, sondern weil es so lange gemieden wurde, dass der Körper es vorerst nicht richtig verarbeiten kann.

Schwangerschaft und Stillzeit
Der Jodbedarf bei Schwangeren steigt um ca. 50%. Leider wird Jod häufig gar nicht beachtet. Die DGE empfiehlt 260 mcg pro Tag für Schwangere, das bezieht sich aber gerade mal auf das Minimum an Jod die Schilddrüse. Ein US Institut sieht 1100 mcg am Tag für nicht-schwangere als sicher an. +50% sind dann ca. 1600 mcg. Bei Zu wenig droht dem Kind schlechte Entwicklung, ADHS, Autismus, Fehlgeburt, Frühgeburt, Schilddrüsenunterfunktion etc. Jod wird da in der Untersuchung und Beratung immer noch extrem unterschätzt und lässt sich sonst auch gut über die Muttermilch (normal sonst Urin) testen.

Brustkrebs
Der Zusammenhang zu Krebs ist unter anderem, dass Jod eine wachstumshemmende Wirkung besitzt (leitet Apoptose ein). Fehlt es an Jod in der Brust, wächst ein Tumor. Daher wächst auch die Schilddrüse (der Kropf) bei einem starken Jodmangel. Bei Frauen mit Brustkrebs wird fast immer auch ein Problem mit der Schilddrüse festgestellt. Der Zusammenhang begründet sich tatsächlich im Jod. Sowohl Brust als auch Schilddrüse können Jod speichern. Wie bei der Schilddrüse, haben uns auch hier die Japaner einiges voraus. Auch Brustkrebs ist dort verschwindend dünn vertreten. Natürlich liegt der Grund (auch) in der Ernährung viele Algen, Seefische, Meeresfrüchte, fermentierter Soja (bspw. Natto) und kaum Getreideprodukte.

Sonstiges
Jod als Raumduft wirkt antibakteriell und antiviral. Würzen mit Algen bewirkt, dass wir ca. 50% weniger Salz benötigen. Jod kann bei einer Chemotherapie gegen die Müdigkeit helfen, da diese häufig durch wenig fT3 ausgelöst wird. Jod hilft gegen Mastopathie (Knoten in der Brust), durch den ständigen Joddurchfluss haben Stillende häufig viel weichere Brüste. Jod kann gegen Unfruchtbarkeit der Frau helfen, da die Eierstöcke nach der Schilddrüse am meisten Jod verbrauchen (Daher haben Frauen mit Hashimoto häufig Probleme schwanger zu werden) Jod kann gegen PCOS helfen Außerdem kann Jod helfen gegen:
PCOS Symptome
Wechseljahrsbeschwerden
Prostataerkrankungen
Chronische Erschöpfung und Nebennierenschwäche (Dauerstress)
Kognitionsstörungen.

Wie kann man Jod testen?
-Im 2. Morgenurin (Ziel: >100 mcg Jod je Liter Urin, sonst Mangel)
-Im Serumblut
-Jodsättigungstest (bester Test, aber nicht weit verbreitet. Nicht geeignet bei Körpergewicht <50kg, kaputtem Darm, kaputten Nieren, schlechten Eisen und Selenwerten, starkem Rauchen, schlechter Schilddrüsenfunktion und Hashimoto, Jodüberempfindlichkeit, unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft, Stillzeit, heiße Knoten in der Schilddrüse, Dermatitis herpetiformis Duhring, Ioderma tuberosum)
(Ziel: >90% oder >45 mg ausgeschiedenes Jod, sonst Mangel)


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